GFM-Rommel-Kaserne


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I. ArtReg 7

Truppenteile




I. Bataillon Artillerieregiment 7







Mit Bekanntgabe des Aufstellungsbefehls des Bundesministeriums der Verteidigung Nr. 186 (Heer) wurde festgelegt, dass das I. Bataillon Artillerieregiment 7, aus Teilen des abgebenden Artillerieregimentes 5 / Niederlahnstein, in Augustdorf zu bilden und zu kadern sein.



Im Originaltext wurde befohlen:

"I.Korps stellt ab 1.Oktober 1958 im neuen Lager in Augustdorf, Neubau, das I.Btl.Art.Rgt.7 auf.
Aus Unterbringungsgründen können vorerst nur Kader aufgenommen werden von Stabsbatterie (Stabs- und Versorgungsbatterie zusammengefaßt) 2 Batterien PzArt.105mm".
Im Rahmen der "Zellteilung" der damals schon aufgestellten Truppenteile hatte das Artillerieregiment 5 Personal seiner Stabsbatterie und seines I. und III.
Bataillons zur Aufstellung des neuen Bataillons abzugeben.
Das "befohlene" Vorauspersonal verließ die bisherigen Standorte Niederlanstein und Wetzlar und traf am 29. September 1958 in Stärke von 3 Stabsdienstoffizieren, 9 Unteroffizieren und 5 Mannschaften im Lager Augustdorf ein.




Unmittelbar nach dem Eintreffen begannen die erforderlichen Organisationsmaßnahmen, so dass die Masse des neuaufzustellenden Bataillons (10 Offiziere, 37 Unteroffiziere und 127 Mannschaften) am 2. Oktober 1958 aufgenommen werden konnten. Man bezog die Unterkünfte des teilweise schon nach Münsingen verlegten Panzerbataillon 310.




Im IV. Quartal gab es reichlich zu tun:

  • Erstes Antreten des Bataillons anläßlich eins feierlichen Apells am 23.Oktober 1958.
  • Abholung der Panzerhaubitzen 105mm (je 6 M 52 und M 7 B 2) aus dem Depot. Wobei anzumerken ist, das einige Kameraden ob des Zustandes der PzH M7B2, sie stammten wohl aus dem Koreakrieg, sich offen beschwerten und fragten was zu tun sei wenn man menschliche Knochenreste finden würde.











  • Durchführung der Kaderausbildung,
  • Abstellung einer Ehrenwache und einer Abordnung zum Volkstrauertag in Dankersen im November des Jahres


Das Anfangsjahr der Artilleristen war schwer in Augustdorf, mussten sie doch mit behelfsmäßigen verteilten Unterkünften in den immer noch nicht ganz von der Vorgängereinheit geräumten Kasernenblocks vorlieb nehmen.






Eine große Unterstützung, nicht nur weil es ihnen von höchster Stelle befohlen worden war, waren die schon im Lager Augustdorf stationierten Bundeswehreinheiten.



Die 1. Grenadierdivision hatte allen im Standort Augustdorf liegenden Truppenteilen die Weisung erteilt, I./A.R.7 während der Zeit des Aufbaus und der Kaderung jede notwendige Hilfe zu leisten.
Die Aufstellung dieser Division erfolgte – zeitgleich mit der Gründung der Bundeswehr – als 1. Grenadierdivision am 1. Juli 1956 unter Hinzuziehung des Grenzschutzkommandos Nord. 1956 wurde sie dem Heeresstab I bzw. dem I. Korps in Münster unterstellt.
Ohne diese Einheiten am Standort Augustdorf, wäre alles, von der Beschaffung von Verbrauchsgütern, Verpflegung und Heizmaterial, wohl im ersten, kalten Winter schon erbärmlich verlaufen.



Aus dieser Zeit rührt auch die Anekdote des ausgegangenen Toilettenpapiers.



Der VU (Versorgungs-Unteroffizier) des I./A.R.7 sprach bei den "Alteinheiten" um Überlassung etlicher Rollen Toilettenpapier vor!
Die überlieferte Antwort soll so ausgefallen sein:
"Beidseitig benutzen, wir haben selbst keines mehr und nehmen selbst schon Zeitungspapier!"




Am 16.März 1959 wurde das bisher eigenständige I. Bataillon Artillerieregiment 7 in Panzerartilleriebataillon 215 umbenannt und mit sofortiger Wirkung der Panzerbrigade 21 (entstanden aus der Panzergruppe C1) unterstellt.



Hier endet die Geschichte des I. Artillerieregiment 7 und beginnt die Zeit des Panzerartilleriebataillon 215.








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