GFM-Rommel-Kaserne


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PzArtBtl 215

Truppenteile



Panzerartilleriebataillon 215









Am 26. Oktober 2011 fiel im Bundesverteidigungsministerium die Entscheidung, das Panzerartilleriebataillon 215 zusammen mit anderem Verbänden in zeitnaher Planung, aufzulösen.

Damit endet nach über 50 Jahren die Geschichte des gloreichen Panzerartilleriebataillon 215.



Hier noch einmal seine Gliederung.

Stab
1./- Batterie - Versorgungs- und Unterstützungsbatterie
2./- Batterie - Schießend - Panzerhaubitze 2000
3./- Batterie - Schießend - Panzerhaubitze 2000
4./- Batterie - Schießend - Panzerhaubitze 2000
5./- Batterie - Einsatzunterstüzungsbatterie Rekruten Batterie - schon aufgelöst



Das bisher eigenständige I. Bataillon Artillerieregiment 7 wurd am 16.März 1959 in Panzerartilleriebataillon 215 umbenannt und mit sofortiger Wirkung der Panzerbrigade 21 (entstanden aus der Panzergruppe C1) unterstellt. Der 9. September 1958 war die geschichtliche Geburtsstunde des Panzerartilleriebataillons 215.



Augustdorf, das Lager und der Ort, waren in diesen Jahren Einöde, niemand wollte hier freiwillig sein.
So wie das Bataillon durch Abgaben schon bestehender Verbände entstanden war, trug es nach nur einem Jahr zur Aufstellung eines neuen Bataillons bei.
Am 1. Oktober 1959 wurde das Personal der 2. Batterie beinahe vollzählig nach Lüneburg versetzt und bildete den Kern des neuen Panzerartilleriebataillons 85.



Der 1. Oktober 1962 ist ebenfalls als ein "Meilenstein" in der Geschichte des Panzerartilleriebataillon 215 zu betrachten, denn es wurde die Ausbildungskompanie 11/7 aufgestellt und dem Bataillon angegliedert.
Bis zu ihrer Auflösung am 30. September 1967 erhielten alle Rekruten des Panzerartilleriebataillon 215 in dieser Einheit ihre Grundausbildung.



Der 16. April 1966 war ein Jubeltag für die Haubitzenbesatzungen, denn es wurden die betagten Geschütze durch die neue 155mm Panzerhaubitze M109 G abgelöst.



Ein Bataillonskommando hatte die neuen Geschütze im Unterlüß in der Lüneburger Heide abgeholt und dem Bataillon zugeführt.






Der 5. November 1966 sah ein großes Antreten der Panzerbrigade 21 anläßlich des "Tages der rheinisch-westfälischen Regimenter" vor.
Das Bataillon übernahm an diesem Tage die Tradition des ehemaligen Feldartillerieregiments 58 und des ehemaligen Artillerieregiments 6.
Diese Traditionen wurden im Rahmen des "Neuen Traditionserlasses" in den 80. Jahren beendet
.



Obwohl die vielen Übungsplatzaufenthalte in der Bataillonsgeschichte eigentlich nicht Wert sind besonders hervorgehoben zu werden, ist doch hier einmal eine Ausnahme notwendig.



Das Bataillon verlegte 1974 erstmalig und zunächst mit Bundeswehrbussen, dann mit der Deutschen Eisenbahn und zuguterletzt mit dem Flugzeug auf einen Truppenübungsplatz.
Nach mehrstündigem Flug in einer Boing 707 mit dem Namen "Otto Lilienthal" wurde der Flughafen der Provinz Manitoba, Winnipeg in Kanada erreicht und man kletterte wieder in Busse.
Die "Greyhounds" (Busse) brachten die Männer zum Truppenübungsplatz Shilo.

Dort angekommen hatte ein Hauptgefreiter in weiser Voraussicht den Brigadestier organisiert und auf seinem Funkkoffer vorschriftswidrig angebracht.

Als die canadischen-Soldaten das nach drei bis vier Tagen zur Kenntnis genommen hatten, ging bald in den Kantinen nach Dienstschluss die Fragerei ob dieses Wappens los.

Erst gab es vom Kommandeur "einen Anschiss" aber nach der Reaktion der Canadier folgte eine Belobigung!

Plötzlich wurden die 215er von den "Eingeborenen" ganz anders war genommen.

Kurz und gut, bedingt durch den "Feuerkampf" und die mehr als gute Auftsellung des Bataillons benannten die Canadier die Soldaten des Panzerartilleriebataillon 215 fortan mit einem "Ehrennamen".

Die Buffalo-Soldiers (Deutsch "Büffelsoldaten") waren in der canadischen Prärie angekommen!



.. und die "Alten", die mit dabei waren, sind noch heute stolz auf dies Ehrenbezeichnung und tragen ihr Canadawappen mit Würde!

Leider haben die Führungskader der "heutigen Bundeswehr" derartige "Ehrenbezeichnungen" vergessen oder nehmen sie nicht mehr zur Kenntnis.


Kommandeure

01.10.1958 - 31.01.1960 Oberstleutnant Leggewie
01.02.1960 - 30.09.1962 Oberstleutnant Oldiges
01.10.1962 - 30.09.1965 Oberstleutnant Hildebrand
01.10.1965 - 31.05.1968 Oberstleutnant Beste
01.06.1968 - 30.06.1970 Oberstleutnant Model
01.07.1970 - 31.03.1972 Oberstleutnant Malecha
01.04.1972 - 31.03.1973 Oberstleutnant von Klocke
01.04.1973 - 31.03.1980 Oberstleutnant Schilken
01.04.1980 - 21.03.1982 Oberstleutnant Reich
22.03.1982 - 31.03.1987 Oberstleutnant Schneider
01.04.1987 - 16.03.1989 Oberstleutnant Schmid
17.03.1989 - 19.09.1991 Oberstleutnant Künne
20.09.1991 - 30.09.1993 Oberstleutnant Mohler
01.10.1993 - 14.02.1996 Oberstleutnant Wieker
15.02.1996 - 18.11.1999 Oberstleutnant Pollok
19.11.1999 - 23.09.2001 Oberstleutnant Conz
24.09.2001 - 05.02.2004 Oberstleutnant Spiegel
06.02.2004 - 15.12.2005 Oberstleutnant Verschüer
16.12.2005 - 17.12.2007 Oberstleutnant Hermeling
18.12.2007 - 01.03.2010 Oberstleutnant Reichstein
02.03.2010 - 11.01.2011 Oberstleutnant Merzbach
12.01.2011 - 07.02.2013 Oberstleutnant Lück
07.02.2013
.....................Oberstleutnant Rommel













Der wohl letzte Wechsel


„Zu Gleich!“ – Panzerartilleriebataillon 215 unter neuem Kommando

Augustdorf, 07.02.2013.

Führungswechsel beim Panzerartilleriebataillon 215 in Augustdorf: Brigadegeneral Harald Gante, Kommandeur der Panzerbrigade 21 „Lipperland“, übergab das Kommando des traditionsreichen Artillerieverbandes von Oberstleutnant Markus Lück an Oberstleutnant Alexander Rommel.

Brigadegeneral Harald Gante dankte dem scheidenden Kommandeur für seine Flexibilität sowie seine professionelle Gelassenheit, mit der er alle Herausforderungen während seines Kommandos gemeistert habe. Das Panzerartilleriebataillon 215 sei ein stolzer Artillerieverband, unterstrich er in Bezug auf die Leistungsfähigkeit des Bataillons. Oberstleutnant Markus Lück wandte sich in seiner Rede zunächst zum letzten Mal an „seine Männer und Frauen“. Er dankte ihnen für die professionelle Zusammenarbeit. „Im Herzen werde ich immer ein „215er“ und damit ein Teil dieses exzellenten Teams bleiben“, so Lück. Als er Anfang 2011 sein Kommando antrat – Oberstleutnant Lück war damals erst zwei Wochen Bataillonskommandeur – ging er direkt mit rund 140 Soldatinnen und Soldaten seines Bataillons für sechs Monate in den Einsatz nach Afghanistan. Als 26. Kommandeur der „Lippischen Artillerie“ steht Oberstleutnant Alexander Rommel mit „seinen“ Männern und Frauen vor großen Herausforderungen. Neben der Durchführung der zentralen Truppenausbildung in Vorbereitung auf den Einsatz der Panzerbrigade 21 in Afghanistan im Jahr 2014, bereitet sich das Bataillon auf Einsatzabstellungen im laufenden Kalenderjahr 2013 vor. „Sie werden gebraucht“, betonte Brigadegeneral Gante beim Übergabeappell und verwies auf die Auftragslage des Verbandes. „Die besondere Herausforderung besteht darin“, so der neue Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Rommel, „die aktuellen Einsatzverpflichtungen und Aufträge sowie die Vorbereitungen für die Auflösung des Bataillons parallel durchzuführen.“

© Text und Bild Deutsche Bundeswehr - 1. Panzerdivision - 07.02.2013




Patenschaften




Das Bataillon pflegte früher die Überlieferung und Tradition der vorausgegangenen, also ehemaligen Artillerieverbände im ostwestfälischen Raum, z.B. des am 2. Oktober 1899 in Minden aufgestellten Feldartillerieregiments 58 sowie des 1938 in Minden gekaderten Artillerieregiment 6, dessen Traditionslinien im Jahre 1966 dem PzArtBtl 215 im Rahmen des Tages der "Rheinisch-Westfälischen-Regimenter" in der GFM-Rommel-Kaserne von der ehemaligen 7. PzDiv in einem feierlichen Akt übertragen wurde.
Allerdings wurd diese Tradition durch eine längst fällige Zäsur (mil. Meinung) im Rahmen des Traditionserlasses vom 20.10.1982, unlängst vor einigen Jahren erst zertrennt. Obwohl laut Militär-Historischem-Forschungsamt der Bundeswehr in Potsdam, laut eines Zitates aus dem Jahre 2007, dass so nicht gewollt war und ist!
"Die ehemaligen Einheiten aus der Frühzeit, Reichswehr und Wehrmacht können zwar keine Traditionen begründen, gleichwohl sollten sie in der Stammlinie nicht unerwähnt bleiben, denn sie sind historisch nicht wegdenkbar (ausradierbar)!"



August 1974


Die Patenschaft zum 1st Royal Canadian Horse Artillery Regiment (früher Darmstadt - heute Truppenübungsplatz Shilo in den Weiten der Präriien der Kanadischen Provinz Manitoba) ist in Vergessenheit geraten.


04.10.1986

Patenschaft mit dem 3st Regiment Royal Horse Artillery (früher Paderborn).



29.08.1998


Patenschaft mit dem heute bereits aufgelösten Heimatschutzbataillon 631.


20.08.1999

Patenschaft mit der Gemeinde Augustdorf


14.12.2007

Patenschaft mit dem 26CDO Royal Artillery Regiment der "British Forces Germany", kurz BFG aus Gütersloh.



Stammlinie in der Artillerie-Geschichte



13.08.1794xxxxxxxAufstellungxxxxxxxxxxxxxLippisches Artillerie-Corps


29.02.1816xxxxxxxNeuaufstellungxxxxxxx7. Artilleriebrigade


31.07.1860xxxxxxxUmbenennungxxxxxxxxWestfälische Artilleriebrigade Nr.7



16.06.1864xxxxxxxUmgliederungxxxxxxxxxWestfälisches xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxArtillerieregiment Nr.7


18.07.1872xxxxxxxUmgliederungxxxxxxxxxWestfälisches
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxFeld-Artillerie-Regiment Nr. 7
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx(Divisionsartillerie)


07.05.1874xxxxxxxUmgliederungxxxxxxxxx2.Westfälisches xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxFeld-Artillerie-Regiment Nr. 22


02.10.1899xxxxxxxAufstellungxxxxxxxxxxxxxMindisches xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxFeldartillerieregiment 58



17.12.1918
xxxxxxxAuflösungxxxxxxxxxxxxxxxMindisches
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxFeldartillerieregiment 58



01.02.1921
xxxxxxxNeuaufstellungxxxxxxx6. Preußisches Artillerieregiment


10.11.1938xxxxxxxNeuaufstellungxxxxxxxArtillerieregiment 6 / Minden



01.10.1958xxxxxxxNeuaufstellungxxxxxxxPanzerartillerieregiment 5



01.10.1958xxxxxxxNeuaufstellungxxxxxxxI. Bataillon Artillerieregiment 7



16.03.1959xxxxxxxUmbenennungxxxxxxxxPanzerartilleriebataillon 215





So gesehen ist die beinahe alenthalben und überall zitierte Bezeichnung "Lippische Artillerie" eigentlich eine "an den Haaren" herbei gezogene Bezeichnung. Denn wenn man so will und der Geschichtsschreibung folgt, hat es eine, wenn schon "Lippische Artillerie" ausschließlich um 1794 gegeben. Alle anderen, folgenden Verbände waren, wenn schon denn schon, Westfälische Artillerieverbände.



Die Geschichte wird aufgearbeitet und fortgesetzt, Sie können sie heute aber schon nachlesen im Buch zur fünfzigjährigen Geschichte des Bataillons.



50 Jahre
1958-2008
Panzerartilleriebataillon 215
ISBN978-3-00-027808-2

Das Buch können Sie hier im Shop bestellen.









Eine Besonderheit (aus heutiger Sicht) war zweifellos, bis in die frühen 90er, die San-Gruppe des PzArtBtl 215


Die Sanitätsgruppe war der Btl-Führungsgruppe angegliedert und in der 1./ 215 wie auch die anderen Funktionergruppen und -züge, die ihren Dienst für das Bataillon machten, eingebunden.
Im Kasernendienst stellte die San-Gruppe die sanitätsdienstliche Versorgung für das PzArtBtl 215 sicher. Jedes Schießvorhaben und andere Übungsvorhaben durften nur mit Sanitätsbegleitung durchgeführt werden. Der Btl-Arzt bildete mit seiner San-Gruppe die Soldaten des Bataillons in der Ersten Hilfe aus und schulte auch Helfer im San-Dienst.



Er führte eine tägliche truppenärztliche Behandlungsstunde durch.
Der SanGrpFhr erhielt von der Brigade den Auftrag, innerhalb des Gebäudes, in dem die SanGrp Dienst tat, den San-Bereich IV als Notfallstation für den Standort aufzurüsten.
Der San-Bereich verfügte über einen Notfallbehandlungsraum / Schockraum, Arztraum, Behandlungszimmer, Apotheke - Medikamentenlager, Labor für kleine Diagnostik, G-Kartei, Geschäftszimmer und eine 20 Betten-Station mit Funktionsräumen, sowie ein Dienstzimmer mit Nebenraum für den Bereitschaftsdienst.
Alle stationär kranken Soldaten wurden am Wochenende von den San-Bereichen I
(Panzerbataillone); SB II (Panzeraufklärer 7); SB III (Panzergrenadiere) in die Notfallstation verlegt, wenn dort ausreichend Platz vorhanden war. Die Bereitschaft in der Notfallstation war besetzt mit einem San-UVD, San-GVD, KrKw-Fahrer. Vor der Notfallstation war der Krkw Ford-Transit stationiert.



Dieser war zusätzlich mit notfallmedizinischem Gerät ausgestattet. In der Notfallstation hielt sich auch der Bereitschaftsarzt auf. Der Fw-SanDienst überwachte den Bereitschaftsdienst an Sonn- und Feiertagen und bildete gleichzeitig eine Bereitschaftsverstärkung. Die Einteilung erfolgte durch Brig.-Arzt PzBrig 21.



Der SanGrpFhr PzArtBtl 215 befehligte auch gleichzeitig die im gleichen Gebäude untergebrachten Sanitätssoldaten und San-Uffz der SanTrp`s der selbstständigen Einheiten der PzBrig 21. Er führte die Fachaufsicht. So waren die San-Soldaten der StabsKp PzBrig 21, NSchKp 210, PzSpähZug 210 und PzJgRak 210 fachdienstlich unterstellt.

Teilweise war aus der PzBrig 21 noch ein weiterer Stabsarzt abgestellt, um die Soldaten dieser selbstständigen Einheiten der PzBrig 21 zu versorgen.
Der SanGrpFhr PzArtBtl 215 war ständiger Vertreter des BrigArztFw der PzBrig 21.







Gedachter und geübter Einsatz im Manöver


In Manöverzeiten befand sich der Truppenverbandplatz in ca. 800 m Entfernung
(ca. Länge einer Kabelrolle für Feldtelefonanschluss) zum Btl.-Gefechtsstand in der VVD. Bei den schießenden Batterien befand sich ein SanTrupp.

Der Truppenverbandplatz wurde besetzt durch die Soldaten des MAN-Koffer San
(3 Soldaten), der Krkw-Besatzung und des gepanzerten Krkw SPz kurz 10 Rollen Typ D. Der Verbandplatzgruppenführer (Uffz / StUffz) leitete den Auf- und Abbau und hatte die Verantwortung für die Arbeitsbereitschaft des TrVPl. Außerdem waren beim TrVPl die Fahrzeugbesatzung des 0,25 to DKW Munga (Pritsche) mit dem Btl.-Arzt und der SanGrpFhr und Fahrer mit dem W 181 VW- Kübel San.
Der Btl.-Arzt befand sich auf dem TrVPl oder beim BTL-Kdr am Btl.-Gefechtsstand. Dieses war immer dann der Fall, wenn das Bataillon z.B. Schulgefechtsschießen durchführte. In diesen Fällen war auch der Krkw 1,5 to Unimog mit am Btl.-Gefechtsstand.
Der SanGrpFhr hielt sich in der Regel auch auf dem TrVPl auf, nahm gemeinsam mit dem Btl-Arzt an Lagebesprechungen im Btl teil und führte die SanGrp selbstständig innerhalb des Bataillons. Der SanGrpFhr hielt ebenfalls Verbindung zu den schießenden Batterien und den abgestellten SanTrupps. Er war der Ansprechpartner für alle militärischen und nichtmilitärischen Angelegenheiten, welche die Sanität angingen.
Arbeitsgrundlage waren die ZDV 49/20, 49/21, 49/22, 49/23
(Sanitätsdienst) und HDV 300/1-3 (Heeresdienstvorschrift Struktur der SanGrp und deren Einsatz).





Rücklauf eines Verwundeten
im Gefecht



Im Gefecht wurden an der vordersten Front durch den Truppenführer Verwundetennester festgelegt. Dieses erfolgte schon bei der Geländeerkundung. Die Bergung der Verletzten und erste San-Versorgung in den Verwundetennestern erfolgte durch die Helfer im San-Dienst im Rahmen der Selbst- und Kameradenhilfe. Die Verwundeten wurden von dort mit Transportmitteln der Truppe zum TrVPl gebracht, wo die erste ärztliche Versorgung durch den Btl.-Arzt erfolgte. Lagen die Verwundetennester unter Beschuss, wurde der SPz Krkw eingesetzt, um die Verwundeten aus der Gefahrenzone heraus zum TrVPl zu transportieren. Der weitere Transport wurde entweder mit rückwärtig fahrenden Transportmitteln der Truppe oder im Umlaufverfahren mit Krankenkraftwagen zum Hauptverbandplatz (HVPl) durchgeführt. Die Führer von Versorgungsfahrzeugen, die rückwärtige Einheiten anfuhren, hatten grundsätzlich die Order, freien Transportraum dem Truppenverbandplatzführer zu melden und Verwundete mit aufzunehmen. Von HVPl wurde der verwundete Soldat an weiter rückwärtige Sanitätsein-richtungen je nach Entscheidung der auf dem HVPl arbeitenden Sanitätsoffiziere (Arzt) mit Sanitätstransportmitteln verlegt.



Aufgestellt war die San-Gruppe laut STAN



  • 1 Bataillonsarzt
  • im Rang eines Stabsarztes / Oberstabsarztes
  • (truppendienstlich unterstellt dem BTL-Kdr, fachlich dem Brigade-Arzt)
  • 1 Sanitätsgruppenführer
  • (Feldwebel / Oberfeldwebel)
  • 4 Unteroffiziere (Uffz/StUffz) davon
  • 1x Verbandplatzgruppe
  • 1x SanTrpFhr 1./215
  • 1x SanTrpFhr 2./215
  • 1x SanTrpFhr 3./215
  • 11 SanSoldaten (Gefr. oder OGefr.)
  • davon 8x Verbandplatzgruppe
  • 1x Fahrer SanTrp 1./215
  • 1x Fahrer SanTrp 2./215
  • 1x Fahrer SanTrp 3./215





Fahrzeuge


Verbandplatzgruppe


  • 1 Führungsfahrzeug VW Kübel W 181
  • 1 DKW - San 0,25 to Pritsche (mit Tragengestell)
  • 1 Krkw Unimog 1,5 to
  • 1 MAN Koffer
  • 1 SPz kurz 10 Rollen Typ D Krkw
  • .. sowie die SanTrp´s der 2./- und 3./- je
  • 1 DKW - San 0,25 to Pritsche (mit Tragengestell)




Ausstattung


  • Truppenverbandplatz SanMat
  • Gefechtszelt mit Zubehör und Ofen
  • Feld-OP-Tisch
  • Autoklav
  • Sauerstoffbehandlungsgerät
  • OP-Zubehör
  • 1 x Funkgerät SEM 25 / später SEM 35 (für Spz Krkw)
  • Verstrahlungsmessgerät
  • (VMG 2 für Luft- und Wasserschadstoffmessungen)
  • Atropin-Vorrat für das Bataillon




Bewaffnung


  • 6 Pistolen P 1 (Uffz / Offz)
  • 1 Maschinenpistole MP 1 (SPz-Besatzung)
  • 10 Gewehre G 3 (Mannschaften)





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