GFM-Rommel-Kaserne


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PzBtl 1

Truppenteile


Panzerbataillon 1





Im Rahmen der 1. Panzerdivision wurde am 1. Juli 1956 das Panzerbataillon 1 aus der Grenzschutzabteilung II/6 in Dedelstorf unter dem Kommando des ersten Kommandeurs (Oberstleutnant Stern - Bild ) aufgestellt.


Am 26. Juni 1957 wird der Standort durch das Panzerbataillon 1 feierlich übernommen. Dazu läßt OTL Stein vor dem Wachgebäude (Geb. 1 auf dem Lageplan) feierlich die Bundesdienstflagge hissen. Bei dieser Zeremonie sind die Augustdorfer Ratsherren mit Bürgermeister Rott (Bild) anwesend.




Die Ausrüstung des Panzerbataillon 1 bestand zunächst aus dem mittleren Kampfpanzer M 47, mit einem Kampfgewicht von ca. 46 Tonnen und einer 90mm Kanone. Angetrieben wurde er von einem Benzin-Vergasermotor mit 810 PS.

Die Besatzung des M 47 bestand zuerst nach US-Vorbild aus 5-
(Kommandant, Fahrer, Richtschütze, Ladeschütze und Bugschütze), dann später nur noch aus 4 (auf den Bugschützen wurde verzichtet) Soldaten.

Später folgte ihm dann der M 48, der war gut erkennbar an dem großen Gitter an Heck, das gleichzeitig als Ausströhmöffnung für die Abgasabführung diente.



Gliederung des Panzerbataillon 1

Stabskompanie
1. - 4. / Panzerkompanie
5. / Versorgungskompanie





Schon am 01. April 57 rücken die ersten Wehrpflichtigen für 12 Monate (W 12) zur Grund-ausbildung in das Bataillon, noch in Dedelstorf, ein.



Vom 10. bis 12. Juni wird durch den Kommandeur der Leistungsstand dieser Rekruten auf dem Truppenübungsplatz (TrÜbPl) ORNE (heute Stapel) überprüft.


Schon Juni 1957 wurde das Bataillon im Eisen-bahntransport (siehe auch die Slideshow) an den neuen Standort Augustdorf in das "Neue Lager" verlegt.








Der Stab des Panzerbataillon 1 bezieht im Juni 1957 das Gebäude 2 und 3
(Plan) in der Nähe des Wachgebäudes (Geb. 1).



Die Stabskompanie des Bataillons erhält die Gebäude 4 und 5. Die Kampfkompanien sind in den Gebäuden 12 und 13
(1./-), 11 und 14 (2./-), 16 und 17 (3./-) sowie 10 und 15 (4./-) untergebracht. Die 5. Kompanie (Versorgungskompanie) bezieht die Gebäude 18 und 19. Der Sanitätsbereich des Bataillons findet seinen Standort im Gebäude 9. Das Wirtschaftsgebäude (Küche etc.) wird jedoch erst im August fertig.



Die Gebäude 7 und 8 stehen dem Bataillon für die Kasernenpflichtigen Offiziere als Unterkünfte zur Verfügung.

Weitere Gebäude gibt es jetzt noch nicht!



Mit Wirkung vom 16. August 1957 musste man durch Abgabe des Stammpersonals der 3. Kompanie nach Hammelburg, zur Verstärkung des dort neu aufgestellten Grenadierlehrbataillons der Infanterieschule, schon erhebliche Personaleinbussen hinnehmen.

Gleichzeitig wurde aber in Augustdorf mit der Neuaufstellung der 3. Kompanie des Panzerbataillon 1 neu begonnen.



30. März 1958 - "Reserve hat Ruh" - ein Jahr lang hatten sie treu und brav ihre Pflicht als Soldat erfüllt. Nun wurden sie in einer feierlichen Stunde entlassen. 99, jetzt wieder Zivilisten, standen neben ihren uniformierten Kameraden auf dem Antreteplatz des Panzerbataillon 1.
21 von jenen, die einst kamen, hatten sich schon auf 18 Monate weiterverpflichtet und sieben von ihnen bleiben nun 3 Jahre.

Gottesdienst beider Konfessionen leiteten den Abschied ein, dann meldete Major Koppe dem Kommandeuer
(Oberstleutnant Scheidemann) "Panzerbataillon zur Verabschiedung angetreten"

"Liebe Kameraden in Zivil" - so begrüßte der Kommandeur die Scheidenden. "Sie haben gedient in soldatischer Gemeinschaft. Sie haben gedient um die freie Welt zu schützen. Hart und männlicher sind Sie geworden und mancher von Ihnen hat festen Boden unter den Füssen gewonnen." Zwei Bitten sprach OTL Scheidemann aus: Die Wehrbereitschaft auch weiterhin zu erhalten und der Umwelt zu sagen, das in der Bundeswehr keine 08/15-Soldaten herangebildet werden. Es solle nichts verschönt werden, aber auch das Positive dürfe nicht in Vergessenheit geraten. Mit dem Ruf "Panzer voran" schloß der Kommandeur seine Ansprache. Einen persönlichen Händedruck wechselte er dann mit allen 99 der jetzt zivilen Kameraden.

Dann ergriff Fröhlichkeit von den Reservisten Besitz.
Strohhüte und buntbeflaggte Stöckchen wurden geschwungen. Pappkoffer mit humoristischen Aufschriften prägten das stimmungsvolle Bild. An der Wache waren Lastkraftwagen der Bundeswehr zum Abtransport nach Detmold aufgefahren. Über große Lautsprecher erklang Marsch- und Unterhaltungsmusik. Ein junger Sprecher rief gerade ins Mikrofon: "Aufwiedersehen Kameraden bis zur Reserveübung, denn Resere hat nie Ruh!" Und wieder erklang zackige Marschmusik.
Die Verheirateten unter den Reservisten erhielten noch schnell vom Zahlmeister 100 Mark Marschgeld und die Ledigen gaben sich mit 60 Mark vollauf zufrieden. Mit frohem Gesang knatterten Sie auf den Lastkraftwagen wieder hinaus in die Welt bis zu einem Wiederehn in Augustdorf, denn Reserve hat wohl nie Ruh!
(Mit Auszügen aus Freie Presse vom 30. März 1958)




Vom 13. bis 27. September 1958 war das Panzerbataillon 1 als Panzerbataillon 504 an der Lehr- und Versuchsübung 58 beteiligt, die auf dem Truppenübungsplatz Bergen-Hohne durch-geführt wird, um die zukünftige Brigade-struktur zu erproben.






Am 16. März 1959 wurde das Bataillon unter dem Kommando des 2. und letzten Kommandeurs (OTL Scheidemann) und noch unter dem altem Verbandsnamen Panzerbataillon 1, der neuen Panzerbrigade 21, die aus der Panzer-Kampftruppe C3 entstanden ist, nun auch der 7. PzGrenDivision unterstellt und jetzt in Panzerbataillon 213 umbenannt.




Hier endet die Geschichte des Panzerbataillon 1 und weiter geht es mit der Chronik des Panzerbataillon 213.



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